Languages  

   

"Der Menschensohn (= Jesus) ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele."   (Markus 10,45)


Diakonie und Seelsorge gründen sich auf Vorbild und Aufrag Jesu Christi, dessen ganzes Reden und Handeln auf Erden im Dienst und in der Hingabe an Gott und die Menschen geschah. Das Kronenkreuz (Foto), das 1925 als Zeichen für die Innere Mission entworfen wurde, verbindet dessen beide Anfangsbuchstaben I(nnere) und M(ission) und sollte eine Ermutigung für die diakonische Mitarbeiter/innen sein.

Das Leitbild aller diakonischen Tätigkeiten zugunsten von Menschen, die praktische Hilfe zur Bewältigung ihres Alltags benötigen, findet sich im Neuen Testament. Dort erzählt Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,30-37).
Dieser Samariter zeichnet sich dadurch aus, dass er an einem Mann, den er unterwegs auf der Straße liegen sieht, nicht einfach vorüber geht, sondern sich seiner annimmt und ihn zur nächsten Herberge bringt, wo dem Verletzten weitergeholfen werden kann. Indem er  so an dem Verletzten gehandelt hat, hat er ihn als seinen Nächsten erkannt, den er nach Gottes Gebot lieben soll wie sich selbst.

Die Gemeinden im Neuen Testament haben den Auftrag zur Diakonie und Seelsorge  aufgenommen. So wurden schon früh Diakone eingesetzt, um der Armut in der ersten Gemeinde entgegenzutreten, und der Apostel Paulus verbindet seinen Missionsdienst stets mit dem Anliegen, (Diakonie-)Gaben für die verarmte Gemeinde in Jerusalem zu sammeln und persönlich zu überbringen. Bis heute ist es üblich, am Ende des Gottesdienstes eine Kollekte für diakonische Aufgaben zu geben.

Die Geschichte der christlichen Nächstenliebe (Diakonie) kennt zahlreiche Beispiele vorbildlichen Einsatzes zur Unterstütung der Armen und Hilfsbedürfigen in der Gemeinde und darüber hinaus. Auch die ersten Krankenhäuser wurden von Christen erbaut, um den Kranken wirksam helfen zu können.
In der Mitte des 19.Jahrhunderts, als die soziale Not in Europa infole der Industrialisierung unvorstellbare Ausmaße angenommen hatte, bündelte Johann Hinrich Wichern (1808-1881), der Begründer des Rauhen Hauses in Hamburg, die vielen kleinen und größeren Inititativen der Innen Missions zum "Centralen Ausschuss der Inneren Mission".

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das  Diakonische Werk der Evangelischen Kirche als Verein gegründet. Ihm gehören als Mitglieder die Diakonischen Werke der einzelnen Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an sowie Freikirchen mit ihren diakonischen Einrichtungen und zahlreiche Fachverbände der verschiedensten Arbeitsfelder. 

Die zunehmende Spezialisierung und Professionalisierung durch die Fachleute diakonischer Einrichtungen benötigt allerdings das diakonische Engagement der Kirchengemeinde vor Ort, das sie ergänzt . Darum gibt es heute wieder verstärkt den Ruf nach der Diakonischen Gemeinde, denn die Not des Nächsten begegnet uns ja mitten im Leben, mithin auch in der Gemeinde und in unserem persönlichen Umfeld.

Die jährliche Woche der Diakonie bietet jeweils zahlreiche Veranstaltungen, Gottesdienste und Veröffentlichungen an. Sie findet diesmal vom 4.-11. September 2016 unter dem Motto "Willkommen bei uns" statt.

Für weitere Fragen sei auf die beiden Diakonischen Werke in Hannover verwiesen.

 

 

   
© Vahrenwalder Kirche

Vahrenwalder Kirche in den sozialen Medien